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Bundesrat beschließt neues GmbH-Gesetz:
Die "Haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft" wird eingeführt


News

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Wer ein Unternehmen gründen will, kann dies neuerdings schon mit einem Startkapital von einem Euro tun. Nach langwierigen Verhandlungen wurde nun endlich die lange geplante GmbH-Reform beschlossen: am 26.06.2008 passierte der Gesetzentwurf zur Mini-GmbH den Bundestag. In den nächsten Monaten muss er noch vom Bundesrat verabschiedet werden.
Am 1. November 2008 soll die "Unternehmergesellschaft" dann eingeführt werden. Die neue Unternehmergesellschaft (UG) ist eine Mini-GmbH, also eine kleine Schwester der regulären Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Um eine GmbH zu gründen, die bekanntlich den Vorteil hat, dass der Firmeninhaber nur mit dem Geschäftsvermögen und nicht mit seinem Privatvermögen haften muss, brauchte man bislang 25.000 Euro Stammkapital. Durch die Einführung der UG soll der Einstieg in die haftungsbeschränkte Selbstständigkeit erleichtert und entbürokratisiert werden - die „Ein-Euro-GmbH“ ist eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen.

Hindergrund der UG ist vor allem das Entgegenwirken der Abwanderung deutscher Firmen ins Ausland. Zunehmend haben sich in den letzten Jahren deutsche Unternehmen in der Rechtsform der englischen Limited gegründet. Motivation hierfür waren meist die geringen Gründungskosten und die Einfachheit des Gründungsverfahrens. In Deutschland war die Gründung der klassischen GmbH recht kostenintensiv und mühselig.


Die aus unserer Sicht wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Neben der GmbH wird es künftig die "haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft" geben. Der Rechtsformzusatz lautet "UG (haftungsbeschränkt)".

  • Das neue GmbH Gesetz sieht für die UG die Verwendung eines gesetzlich vorgeschriebenen "Musterprotokolls" bei der Gesellschaftsgründung sowie einer "Musteranmeldung" beim Handelsregister vor. Die Gesamtkosten der Anmeldung einer Mini-GmbH belaufen sich künftig nur noch auf etwa 150 Euro.

  • Eine UG kann ohne Stammkapital gegründet werden. Erzielte Gewinne dürfen anfangs aber nur zu drei Viertel an die Gesellschafter ausgeschüttet werden: Jahr für Jahr müssen mindestens 25 Prozent der Erträge darauf verwendet werden, das volle Stammkapital von 25.000 Euro zu bilden.

  • Wenn die Mindestkapitaleinlage der großen GmbH erreicht wurde, kann die UG in die Rechtsform der klassischen GmbH umgewandelt werden.

  • Gerade die Steuerpflichtigkeit stellt sich bei der UG als Kapitalgesellschaft anders dar als bei einer Einzelunternehmung oder bei Freiberuflern. Dieses wird zu spürbar höheren Steuerberater-Rechnungen führen. Auch in der Gründungsphase wird der Existenzgründer nicht ohne einen Steuerberater auskommen.


Nachricht aus: Gründernet